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Unsere Umwelt
Der Bezirk ist momentan zuständig für die Gewässer zweiter Ordnung, und damit auch für den Hochwasserschutz im Bereich der Kammel, Mindel und Günz in unserem Landkreis. In den vergangenen Jahren wurde viel Geld auch in unseren Landkreis in den Hochwasserschutz verbaut, wie die Beispiele in Neuburg a.d. Kammel oder in Jettingen zeigten.
Aber auch über den Bezirk und seine Zuständigkeiten hinaus lässt mich das Thema Umwelt nicht los - ebenso wenig wie Sie.
Von Zeit zu Zeit haben vielleicht auch Sie Wasser im Keller, nicht zur, wenn wir mit einem Jahrhunderthochwasser zu kämpfen haben. Retentionsflächen an unseren Flussläufen, auf die wir schon jahrelang nicht mehr zurückgreifen mussten, sind plötzlich knapp, weil man sie zugepflastert und die Läufe begradigt hatte. Hier gilt es umzudenken. Die Natur lässt sich nicht gerne etwas wegnehmen. Sie holt es sich andernorts wieder.
In manch anderem Jahr dagegen beschert uns Petrus einen „Jahrhundertsommer“ mit sinkenden Flusspegeln und Überhitzung unserer Gewässer mit all den Folgen daraus, wie das Sterben des empfindlichen Flusskrebses und der eher kälteliebenden Forellen, aber auch der sinkenden Leistung in den Wasserkraftwerken. Ganz zu schweigen von den Ernteeinbußen.
Foto links oben: der AK Umwelt Kreisverband Günzburg zu Besuch beim Umweltminister Schnappauf; rechts bei der Besichtigung des Neubaus der Grundschule Südost Günzburg als gelungenes Beispiel für ein Niedrigenergiehaus aus kommunaler Hand
Allmählich fragen Sie sich bestimmt auch, wie soll das nur weitergehen. Wobei Sie nie vergessen sollten: jeder einzelne von uns kann seinen kleinen aber wertvollen Beitrag für umweltschonendes und nachhaltig Resourcen sparendes Verhalten beitragen. Zum Beispiel dadurch, dass man lieber das Fahrrad rausholt, statt das Auto, geeignete Wärmedämmung anbringt, Regenwasser überall da nutzt, wo es wirklich keine Trinkwasserqualität braucht, und geeignete ortsübliche alternative Energiequellen anzapft.
Ein weiteres Thema, das nach wie vor viele Gemüter bewegt, ist die Sicherheit unserer Kernkraftwerke. Angesichts der Verantwortung für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt für unsere künftigen Generationen ist die oft geäusserte Forderung nach dem sofortigen Abschalten der KKW in Deutschland kurzsichtig gedacht. Verschwindet etwa mit einem Tastendruck das ganze KKW samt seiner Strahlungsquellen im nichts? Die potentielle Gefahr für einen terroristischen Anschlag wird dadurch keinen Deut kleiner. Das Problem eines Endlagers ist damit auch nicht vom Tisch.
Nur eines wird sicherer: dass wir dann den billigen Atomstrom mit den weitaus geringeren Sicherheitsstandards aus dem Ausland einkaufen werden. Und zudem unsere alten Kohlekraftwerke wieder reaktivieren müssen. Wo ist da der Gewinn für die Natur?
Die sicherste Einsicht ist doch aber wohl, dass wir alle geduldig, aber stetig am Ausbau regenerativer Energien und an Konzepten zur Energieersparnis arbeiten müssen, um langfristig einen Ersatz zu erhalten. Nur mit langem Atem und Nachhaltigkeit hinterlassen wir unseren Kindern ein wertvolles Naturerbe.
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